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                             Stellungnahme zu den antisemitischen Vorkommnissen in Gelsenkirchen



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Das aktuelle Verhalten einiger Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Land, aber auch in Gelsenkirchen, macht uns sehr betroffen. Diese nehmen die momentan stattfindende Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern zum Anlass, um zu antiisraelischen und antisemitischen Demonstrationen aufzurufen. Am vergangenen Donnerstag versammelten sich Menschen vor der Synagoge und riefen antisemitische Hetzparolen. Dies hat uns sehr betroffen gemacht. Diese abgedroschenen Parolen, die vor Synagogen skandiert wurden und werden, stimmen uns wütend und traurig.

Wir glauben an das Recht auf freie Meinungsäußerung und des politischen Protests. Dies darf nicht dazu missbraucht werden, menschenfeindliche Äußerungen zu legitimieren.

Der Abwertung und Aufwertung einzelner Bevölkerungsgruppen, religiöser Gruppen und Menschen allgemein aufgrund einzelner Merkmale muss entgegengewirkt werden.

Wir, das Berufskolleg am Goldberg, distanzieren uns von allen Formen des Rassismus sowie antisemitischen Kampagnen. Wir wünschen uns im Sinne aller dort lebenden Menschen eine baldige friedliche Lösung des schon viel zu lange andauernden Konflikts und des Zusammenhaltens hier in Deutschland und Gelsenkirchen gegen solche Äußerungen und Handlungen.

Wir alle sollten eine Kultur des Hinsehens pflegen und solche Aktionen weder unterstützen noch totschweigen.

gez. Ralf Niebisch (Schulleiter)
gez. Lehrerrat
gez. AG “Schule ohne Rassismus”
gez. Claudio Ferrara (Vertreter der Fachgruppe Islamische Religion)
 

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